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Montag, 19. März 2007
Extrapost fuer Mama
Die Magnolien bluehen bald in Gyeongju! Heute war ich schon ueber die Knospen ganz aus dem Haeuschen. Wie schoen wird der Fruehling hier sein - und ich bin nicht dabei. Wie schade.
Sonntag, 18. März 2007
Seoraksan National Park
Es war ein kurzer Ausflug, aber nichtsdestotrotz mussten wir hin. Den ganzen Tag wandern war der Plan gewesen, aber das Wetter hat nicht mitgemacht. Wir wussten uns ja dennoch zu beschaeftigen. Die Tour an die Grenze und das Essen hat uns entschaedigt.
Kurz vor knapp noch schnell rein in den Park, mit dem Cable Car auf den Berg, drei Schritte tun und mit der letzten Bahn wieder zurueck. Nach 30 Metern war die Sicht dahin, nur noch Wolken um uns herum - und Schnee. Mental Note: hier nochmal im Herbst herkommen! Man beachte unser Outfit - almost korean.

Kurz vor knapp noch schnell rein in den Park, mit dem Cable Car auf den Berg, drei Schritte tun und mit der letzten Bahn wieder zurueck. Nach 30 Metern war die Sicht dahin, nur noch Wolken um uns herum - und Schnee. Mental Note: hier nochmal im Herbst herkommen! Man beachte unser Outfit - almost korean.
Grenze und Blick in den Norden
Bevor wir am Freitag in den Seoraksan Nationalpark zum Wandern fahren wollten, gab es da so einen kleinen Hinweis im Lonely Planet: Unification Observatory. Direkt an der DMZ (Demilitarisierte Zone). Keine weiteren Hinweise, keine Beschreibung. Aber wozu hat man schon ein Auto? Nichts wie hin, gerade wo ich die offizielle Tour in die DMZ gestrichen hatte. Und sowas ist ja auch genau das richtige fuer Jens.
In Seoul waren wir noch bei strahlendem Sonnenschein gestartet, an der Ostkueste war das grundlegend anders. Regen, Wolken, Regen. Aber wen sollte das abhalten.
Die Fahrt fuehrte uns an der Kueste entlang. Doch jedesmal, wenn Strand in Sicht war - Stacheldraht. Von ueberall an den Strand kommen? Fehlanzeige. Der "Feind" im Norden ist zu praesent. Zum Glueck haben wir nochmal kurz an einem Informationcenter gehalten. Was eher aussah, wie ein Souveniershop und die letzte Toilette vor der Grenze, stellte sich als Anmeldung fuer die weitere Fahrt heraus. Nur nach Registrierung und 7000 Won gab es den Passierschein. Mit genauer Abfahrtszeit. Am Kontrollpunkt waeren wir sonst wohl wieder zurueckgefahren, weil wir nichts verstanden haetten. Englisch? Aber nein.
Hat sich die Fahrt gelohnt? Ein definitives Ja. Ein kleines Museum mit Basisinformationen ueber Land, Leute und Wirtschaft von Nordkorea und Betonung der Gemeinsamkeiten, bzw. dem Bestreben, wieder ein Land zu werden. "The Road to Unification" - wahrscheinlich aus Tagen der Sunshine-Policy, die bisher ja noch nicht so ganz gefruchtet hat. Eine Aussichtsplatform mit hundert Fernglaesern fuer eine Blick nach "drueben", Souveniers aus dem Norden und ein ziemlich neuer Transitbahnhof und -autobahn, von wo man in den Norden zum Wandern fahren kann. Als wir dort waren, sind auch tatsaechlich mehrere Busladungen Suedkoreaner losgefahren. Es scheint wohl auch in diesen Tagen moeglich zu sein. Die Atmosphaere generell - eine tolle Tour!



In Seoul waren wir noch bei strahlendem Sonnenschein gestartet, an der Ostkueste war das grundlegend anders. Regen, Wolken, Regen. Aber wen sollte das abhalten.
Die Fahrt fuehrte uns an der Kueste entlang. Doch jedesmal, wenn Strand in Sicht war - Stacheldraht. Von ueberall an den Strand kommen? Fehlanzeige. Der "Feind" im Norden ist zu praesent. Zum Glueck haben wir nochmal kurz an einem Informationcenter gehalten. Was eher aussah, wie ein Souveniershop und die letzte Toilette vor der Grenze, stellte sich als Anmeldung fuer die weitere Fahrt heraus. Nur nach Registrierung und 7000 Won gab es den Passierschein. Mit genauer Abfahrtszeit. Am Kontrollpunkt waeren wir sonst wohl wieder zurueckgefahren, weil wir nichts verstanden haetten. Englisch? Aber nein.
Hat sich die Fahrt gelohnt? Ein definitives Ja. Ein kleines Museum mit Basisinformationen ueber Land, Leute und Wirtschaft von Nordkorea und Betonung der Gemeinsamkeiten, bzw. dem Bestreben, wieder ein Land zu werden. "The Road to Unification" - wahrscheinlich aus Tagen der Sunshine-Policy, die bisher ja noch nicht so ganz gefruchtet hat. Eine Aussichtsplatform mit hundert Fernglaesern fuer eine Blick nach "drueben", Souveniers aus dem Norden und ein ziemlich neuer Transitbahnhof und -autobahn, von wo man in den Norden zum Wandern fahren kann. Als wir dort waren, sind auch tatsaechlich mehrere Busladungen Suedkoreaner losgefahren. Es scheint wohl auch in diesen Tagen moeglich zu sein. Die Atmosphaere generell - eine tolle Tour!

Donnerstag, 8. März 2007
Mittwoch, 7. März 2007
Kalt, kalt, kalt
Ist er nicht niedlich? Entnommen aus der heutigen Wettervorhersage von Naver, dem koreanischen Google. Tja, das Winterwetter hat uns wieder richtig im Griff, nachdem ich so laut rumgetönt hatte, dass der Frühling endlich da ist. Beim Schreiben ist mein linker Arm ganz kalt geworden, weil ich auf dem Bett zu nahe am Fenster sitze - ca. 1 Meter. Es zieht. Was bin ich froh, dass wir einen so warmen Winter hatten (wie uns alle versicherten). Was hätten wir sonst in dieser Wohnung getan? Aber Hanna und ich haben es ja schon lange gewusst: wir stellen uns einfach zu sehr an. Koreanische Frauen holen bei diesen Temperaturen erst die Miniröcke und Ballerinas raus. Geschlossene Mäntel sind was für Weicheier. I can easily deal with that.
Freitag, 2. März 2007
Wir sitzen draußen!

Gestern war ein denkwürdiger Tag! Wir saßen zum ersten Mal draußen - ich war sogar ohne Jacke unterwegs. Leider ist das tolle Wetter schon wieder Vergangenheit, denn heute regnet es "cats and dogs". Auch das ist eine Erwähnung wert, denn es hat den ganzen Winter über praktisch nicht geregnet.
Was haben wir im Dezember und Januar hier gefroren und welchen Unterschied macht es doch, das Land bei gemäßigteren Temperaturen zu erleben. Seitdem ist Korea einfach ein Traum und ich muss schon schlucken beim Gedanken, dass das alles hier bald ein Ende haben wird.
Wir werden die letzten Wochen noch genießen.
Man beachte die farbliche Abstimmung unserer Getränke!
Dienstag, 27. Februar 2007
Wüstenstaub
Seit es wieder wärmer geworden ist, hängt gelblicher Smog über dem Land. Nicht nur über Seoul, über ganz Korea, China und Japan. Es ist Wüstenstaub aus der Gobi, der über die Mongolei und China bis nach Korea kommt. Gerade wenn es wolkenlos ist, wird das Ausmaß besonders deutlich. Wie heute morgen beim Blick aus dem 9. Stockwerk des Krankenhauses. Sogar das Gebäude gegenüber war schon nicht mehr ganz scharf, andere Gebäude verschwammen im gelben Dunst, die Berge in der Ferne waren natürlich gar nicht mehr zu sehen, die Sonne kommt nicht durch.It´s Asian Dust - check it out on Wikipedia!
Immerhin wird es nachmittags und abends etwas besser. Der Sonnenuntergang hinter den Appartementgebäuden beim Joggen war ganz wunderbar.
Dienstag, 6. Februar 2007
Feels like Frühling!

Das Bild stammt schon vom Wochenende, aber es war wunderschön, sich bei leckerem Kaffee die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen.
Anfang Februar zum ersten Mal mit offenem Mantel durch Bupyeong gegangen.
Hm, soll das wirklich so sein oder ist das am Ende Auswirkung der globalen Erwärmung? Eigentlich sollte es jetzt in Korea minus zehn Grad haben und seit Wochen hören wir nur, dass dieses Jahr kein richtiger Winter sei. Kommen euch diese Bemerkungen nicht bekannt vor, ihr Leute in Deutschland, am anderen Ende der Welt?
Ja, und dann war ja auch noch der Weltklimareport der UNO letzte Woche. Auch im fernen Korea sind Spiegel online und ZEIT online stetige Begleiter, auch wenn ich manchmal lieber nicht lesen, sondern lieber in den koreanischen Shoppingkanal umschalten möchte...
Dazu den Kaffee auch noch bei Starbucks trinken. Wo wir ja schon bei der Globalisierung sind. Ja, ich hatte ein schlechtes Gewissen.
Aber kann Kaffee Sünde sein? Ok ja, auch das. Aber immerhin gibt/gab es hier keine Kaffeekultur, die von Starbucks verdrängt wird. Verdrängen? Lieber die Gedanken verdrängen und einfach den Sonntag nachmittag in der Sonne genießen. Das muss auch mal sein.
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