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Montag, 12. März 2007

Love Motel

Es gibt interessante Arten, seine Nächte in Korea zu verbringen. Love Motels sind eine davon. Billiger als normale Hotels und viel spannender.
Für 40.000 Won (32€) hatten wir letzte Nacht den großen Coup gelandet. Ok, mit Michelles Hilfe. Sonst hätten wir wahrscheinlich viel mehr bezahlt. Was gab es für den Preis? Einen Palast mit Flachbildfernseher, Computer, Mini-Noraebang (!), riesigem Bad mit Whirlpool, Sauna, Dusche und extra Waschbeckenzimmer zum Frisieren. Von Handtüchern über Duschgel, Shampoo wird bis zu Wattepads, Q-Tips, Bürsten, Bodylotion, Rasierer alles gereicht. Dazu weitere Gadgets, die man in einem Love-Motel brauchen kann.
Die Auswahl an Love-Motels ist überwältigend. Überall, wo man weggehen kann, findet man sie. In Bupyeong gibt es unzählige, eigentlich ein ganzes Viertel - ein Motel nach dem anderem.
Die perfekte Möglichkeit zu übernachten. Nur länger Bleiben geht nicht. Das Zimmer ist für eine Nacht und bis zum nächsten Tag um zwölf muss man das Zimmer verlassen haben.
Wir sind auf weitere Zimmer gespannt!


Diana Night

Darf ich vorstellen: mein Nachtclub.

Samstag, 3. März 2007

Bupyeong Nights


Zu einem richtigen koreanischen Abend gehört ein Besuch in einem Noraebang einfach dazu. Wie beliebt das ist, merkt man, wenn man auf diese Zeichen achtet: 노래방 - Noraebang. Wer auf dem Foto genau hinsieht, kann schon drei davon entdecken. Allein in dieser Ecke gibt es sicherlich mehr als hundert.
Ein Zimmer, ein Bildschirm, zwei Mikros, zwei Tambourine, eine riesige Fernbedienung, ein Liederkatalog, mehrere Sofas, beliebig viele Leute und Getränke. Schnell Lieder aussuchen und los geht es. Am Anfang ist es noch etwas irritierend, dass die Videos, die zum Text im Hintergrund laufen so rein gar nichts mit dem Lied oder sogar mit dem Inhalt zu tun haben. Es kann also gut sein, dass zu einem schnulzigen Liebeslied im Hintergrund Schafe in Neuseeland grasen oder gerade auch eine Actionszene stattfindet. Darf man nicht so eng sehen. Irgendwann macht auch das den Charme aus.
Es macht einen großen Unterschied, ob man eher mit Koreaner unterwegs ist oder anderen Ausländern. Die Koreaner singen fast nur koreanische Lieder, "wir" könnten sie nicht mal singen, wenn wir wollten. Und die Koreaner singen mit einer Hingabe, die den meisten Ausländern abgeht. Ok, wir machen das ja auch nicht täglich...
Meist wird der Raum für eine Stunde gemietet, dann zieht man weiter.
So begannen wir jenen Abend im Woodstock und ich zog dann mit Michelle, Cindy und Bekannten weiter. Ja, die beiden heißen so, jeder hat hier seinen English-Name. Ich dachte zuerst, das sei nur für indifferente Nicht-Koreaner gedacht, die sich die doch komplizierten koreanischen Namen nicht merken können. Zum Teil mag das auch stimmen, doch Michelle und Cindy nennen sich auch gegenseitg so.
A truly korean evening. Schade nur, dass alle ausser mir am Samstag arbeiten mussten. Aber auch am frühen Morgen ist bei einigen noch ein Lächeln drin.

Montag, 26. Februar 2007

Woodstock - 우 드 스 탁

Genau der Ort, den wir gesucht und gefunden haben. Woodstock. DIE Bar in Bupyeong. Winzig, gerade mal eine Bar mit acht Stühlen und drei vier Tische für je vier Personen.
Am Wochenende ist der Laden "packed". Viele Ausländer, aber auch viele Koreaner - das und die gute Musik machen das Besondere aus. Eben nicht nur eine Kneipe, in der sich alle Westerner versammeln, sondern ein Treffpunkt. Und was für einer. Nachdem wir in der letzten Woche dreimal dort waren, haben wir eine Stammkneipe.

Freitag, 29. Dezember 2006

Weihnachten Part Two - feiern auf Koreanisch




Wir wollten eigentlich nur kurz noch was trinken gehen, schließlich waren wir zwei Tage zuvor schon sehr erfolgreich in Seoul unterwegs gewesen. Also mit dem Taxi ins nahgelegen Ausgehviertel von Bupyeong.
Es ist dann doch etwas anders gekommen. Man schlägt eine Einladung auf einen Drink ja nicht aus. Und eine Einladung in ein "Noraebang" schon gar nicht.



"Norae ist die koreanische Karaoke-Version und ein "Bang" ist ein Zimmer. Norebangs sind sicherlich die beliebesten und aus der koreanischen Kultur nicht wegzudenken. Aber es gibt auch noch DVD-Bangs zum Filmegucken oder Ähnlichem, PC-Bangs für den jugendlichen Counterstrike-Fan (oder was man auch immer aktuell hier spielt) oder Board-game-Bangs. Es gibt also noch viel zu entdecken.



Und auch wenn wir kein gesteigertes Bedürfnis haben, die zwei nochmal zu treffen, war der Abend doch sehr interessant und meistens auch sehr lustig - und für unsere Begleiter auch nicht ganz billig. Wir haben den ganzen Kram ja nicht bestellt...
Jaja, zwei Europäerinnen in Korea. Wir tasten uns noch an die Kultur ran. Das Feiern hätte wir dann auch abgehakt...